Ottone Rosai: Dichter, Kritiker und Künstler

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1913 besucht Ottone Rosai (1895-1957) die von «Lacerba» organisierte Futuristische Ausstellung und schließt sich zeitweise der Bewegung an. In den folgenden Jahren entwickelt er jedoch eigene kompositorische Lösungen, die einen intensiven Realismus aufweisen und auf soliden, essentiellen Formen beruhen, welche er den Fresken der Florentiner Meister des Trecento und Quattrocento entnimmt: Giotto, Beato Angelico und Masaccio vor allem. Das Interesse für die Struktur, Form und Substanz des Realen, für eine harte, unverfälschte Wirklichkeit charakterisiert sein gesamtes Werk, welches das antike Erbe aufnimmt und es mit «Fiorentinità» und Alltäglichkeit verbindet. Im Mittelpunkt steht der Mensch in all seiner Vielfältigkeit, was auch an den zahlreichen Porträts von Schriftstellern, Literaten, Historikern und Künstlern aus der Serie Rosais Freunde und den 18 Tondini zu sehen ist, die ihren Namen dem Format verdanken (das auf die Okuli der Renaissance verweist). Sie entstehen zwischen 1939 und 1943 als persönliches «Erinnerungsbuch» und werden 1960 von den Erben des Künstlers der Stadt Florenz geschenkt.

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