Gegentendenzen auf der Biennale di Venezia 1988

Descrizione: 

Es gibt diejenigen,
die in der ihnen zugedachten Zeit leben
und vergessen, dass die Zeit reversibel ist
wie das Band einer Schreibmaschine.
Wer in die Vergangenheit zurückblickt,
erkennt, dass Vergangenheit und Zukunft
nur einen millionsten Augenblick
voneinander getrennt sind.
(Eugenio Montale)
 
In einem künstlerischen Umfeld, in dem erneut Malerei und Figuration tonangebend sind, debütieren in der zweiten Hälfte der Achtzigerjahre die Toskaner Antonio Catelani, Daniela De Lorenzo und Carlo Guaita in der Sektion Aperto 88 auf der von Giovanni Carandente kuratierten Kunstbiennale von Venedig. Die drei Bildhauer entwickeln eine minimalistische Formensprache, die auf reinen Linien und geometrischen Abstraktionen beruht und eine Gegenposition zu der in denselben Jahren von der Transavanguardia propagierten Figuration bildet. Ihre Arbeiten, die sich an der italienischen Arte Povera und dem amerikanischen Minimalismus orientieren, sind das Resultat einer künstlerischen Praxis, die dem bildnerischen Prinzip des «Wegnehmens» folgt. Die Sektion Dentro il Novecento gibt einen Überblick über die Verbreitung von Kunst in Lokalen, Diskotheken und Modeateliers und über die Neuheiten, die sich auf dem Gebiet der Musik (1987 wird das von Luciano Berio geleitete Zentrum Tempo Reale für Forschung und Musikdidaktik gegründet), des Theaters (in diese Jahre fällt die experimentelle Phase der Magazzini Criminali und des Gruppo Krypton) und des Tanzes (beispielsweise Virgilio Sieni mit der Compagnia Parco Butterfly) herauskristallisieren.
 

audio descrizione: 
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#ffc220
20,54
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