Künstlerische Entgrenzungen zwischen Musik, bildender Kunst, Massenkommunikation, Design und Architektur

Descrizione: 

In den zwanzig Jahren, die vom Anfang der Sechzigerjahre bis zum Ende der Siebzigerjahre reichen, wird auch Florenz von der zentripetalen Kraft der politischen und gesellschaftlichen Proteste überrollt und erlebt einen Moment, der sich durch eine große kulturelle Lebendigkeit, aber auch durch starke Widersprüche charakterisiert. Es sind die Jahre, in denen beim Palazzo Strozzi die Biennale Internazionale della Grafica d’Arte [Internationale Biennale der Grafischen Kunst] ins Leben gerufen wird und neue Produktionszentren entstehen wie das Centro Proposte von Lara Vinca Masini, das sich der neokonkreten Kunst, der Arte Programmata sowie der elektronischen Musik und Architektur verschreibt; des Weiteren das von Eugenio Miccini gegründete Centro Tèchne und der Verlag Centro Di. Trotz der dramatischen Überschwemmung des Jahres 1966 herrscht in der Stadt Aufbruchstimmung, die sich in der intensiven Suche nach einem neuen, pragmatischen und kommunikativen Vokabular niederschlägt, das sozial engagiert und kritisch gegenüber der Konsumgesellschaft, dem Krieg, der Situation der Frau und der Homophobie eingestellt ist. In den Jahren, in denen in Venedig die Pop Art triumphiert (1964, 1966) und Germano Celant in Genua die Arte Povera lanciert (1967), entsteht in Florenz die Poesia Visiva (1963), wird hier der erste italienische Lehrstuhl für elektronische Musik vergeben (1965) und nehmen die «.Radikalen Architekten» ihre Arbeit auf (1966).

audio descrizione: 
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